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Wochenbericht zur Immissionssituation in M-V

Allgemeine Informationen über Ozon

Was ist Ozon?

Ozon ist eine dreiatomige Form des normalerweise zweiatomigen Sauerstoffs. Es entsteht aus der Verbindung eines normalen Sauerstoff-Moleküls (O2) mit einatomigem Sauerstoff (O), den die energiereiche UV-Strahlung der Sonne entweder aus Stickoxiden (Bodennähe) oder direkt aus dem normalen Sauerstoff (Stratosphäre) abspaltet.

Der Hauptteil des Ozons befindet sich in der Stratosphäre in Höhen zwischen 20 und 35 km (Ozonschicht). Dieses Konzentrationsmaximum ist an den Polen am bodennächsten und liegt zum Äquator hin deutlich höher. Während die maximale Konzentration dort (in 30 km Höhe) 10 ppm beträgt, liegt sie am Erdboden bei 0,02 bis 0,05 ppm, bei Smog bis zu 0,5 ppm.

Das Ozon (O3) der höheren Atmosphäre ist ein lebenswichtiges Gas für Pflanze, Mensch und Tier, weil es die schädlichen Strahlen zurückhält. Während es bei direkter Einwirkung auf Organismen als Gift wirkt, absorbiert es in großen Höhen den schädlichen Anteil der UV-Sonnenstrahlung, indem sich Ozon zurückbildet.


Schwellenwerte, langfristige Ziele und Zielwerte

Da Ozon nicht direkt emittiert wird, sondern aus anderen Schadstoffen unter Einfluss von Sonnenlicht gebildet wird, gibt es für Ozon keine Emissionsgrenzwerte.

Die menschliche Gesundheit sollte gegen schädliche Auswirkungen der Ozonexposition wirksam geschützt werden. Die negativen Auswirkungen des Ozons auf die Vegetation, die Ökosysteme und die Umwelt insgesamt sollten so weit wie möglich vermindert werden. Für kurzzeitige Belastungen ist der Mensch verstärkt empfindlich, auf längerdauernde reagiert die Vegetation empfindlicher.

Die neue EU-Richtlinie Richtlinie 2008/50/EG des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 21. Mai 2008 über Luftqualität und saubere Luft für Europa wurde am 2. August 2010 mit der 39. BImSchV in nationales Recht umgesetzt. Die 33. BImSchV (Verordnung zur Bekämpfung von Sommersmog, Versauerung und Überdüngung)wurde aufgehoben.

Um schädliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt insgesamt zu vermeiden, ihnen vorzubeugen oder sie zu vermindern, sind in der Richtlinie 2008/50/EG langfristige Ziele, Zielwerte, eine Alarmschwelle und eine Informationsschwelle für Ozonkonzentrationen in der Luft festgelegt.

Wird die Informationsschwelle bei kurzzeitiger Exposition überschritten, so besteht ein Risiko für die Gesundheit besonders empfindlicher Bevölkerungsgruppen. Es sind aktuelle Informationen erforderlich.
Hierbei handelt es sich um die Ozonkonzentration, bei deren Überschreiten es bei besonders empfindlichen Gruppen der Bevölkerung auch im Falle einer kurzen Exposition begrenzte und vorübergehende gesundheitliche Auswirkungen gibt. Überschreitet die Ozonkonzentration als Ein-Stunden-Mittelwert den Wert von 180 µg/m³, sollen Personen, die erfahrungsgemäß gegenüber Messkomponenten empfindlich reagieren, insbesondere ungewohnte und starke Anstrengungen im Freien am Nachmittag vermeiden.

Wird die Alarmschwelle bei kurzzeitiger Exposition überschritten, so besteht ein Risiko für die menschliche Gesundheit für die Gesamtbevölkerung. Die Mitgliedsstaaten haben umgehend Maßnahmen zu ergreifen.
Hierbei handelt es sich um die Ozonkonzentration, bei deren Überschreiten im Falle einer kurzen Exposition eine Gefahr für die menschliche Gesundheit besteht. Überschreitet die Konzentration als Ein-Stunden-Mittelwert den Wert von 240 µg/m³ wird der gesamten Bevölkerung empfohlen, länger andauernde und körperlich anstrengende Tätigkeiten im Freien, insbesondere am Nachmittag, zu vermeiden.

  Parameter Schwellenwert
Informationsschwelle 1-Std.-Mittelwert 180 µg/m³
Alarmschwelle 1-Std.-Mittelwert 240 µg/m³

Zielwert ist ein Wert, der festgelegt wird, um schädliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit oder die Umwelt langfristig zu vermeiden.

  Parameter Zielwert für das Jahr 2010
Zielwert zum Schutz der menschlichen Gesundheit höchster 8-Std.-MW eines Tages 120 µg/m³ darf an höchstens 25 Tagen pro Kalenderjahr überschritten werden
Zielwert zum Schutz der Vegetation AOT40, berechnet aus 1-Std.-MW von Mai bis Juli 18000 µg/m³.h

  • Zielwert zum Schutz der menschlichen Gesundheit
    Hierbei handelt es sich um die Ozonkonzentration, die zum Schutz der menschlichen Gesundheit im Falle länger andauernder Belastung nicht überschritten werden sollte. Wenn die mittlere Konzentration während acht Stunden unterhalb von 120 µg/m³ liegt, wird davon ausgegangen, dass keine gesundheitsbeeinträchtigenden Wirkungen auftreten.
  • Zielwert zum Schutz der Vegetation
    Um langfristig schädliche Auswirkungen auf die Umwelt zu vermeiden, sollte für den Zeitraum Mai bis Juli ein AOT40-Wert von 18000 µg/m³*h nicht überschritten werden.

Unter einem langfristigen Ziel ist eine Ozonkonzentration zu verstehen, unterhalb deren direkte schädliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit oder die Umwelt insgesamt nach den derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen unwahrscheinlich sind.

  Parameter langfristiges Ziel
Zielwert für den Schutz der menschlichen Gesundheit höchster 8-Std.-MW eines Tages während eines Kalenderjahres 120 µg/m³
Zielwert für den Schutz der Vegetation AOT40, berechnet aus 1-Std.-MW von Mai bis Juli 6000 µg/m³.h

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© 2016 Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie M-V