Pressemitteilung 08/26

LUNG Naturschutzsymposium: Arten brauchen Daten

Güstrow. Am 11. Juni lädt das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) zum fünften Naturschutzsymposium „Arten brauchen Daten“ nach Güstrow ein. Die Veranstaltung beginnt um 9.00 Uhr im Bürgerhaus.

Der Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Backhaus, eröffnet das Symposium mit einem Grußwort: „Der Schutz und die Wiederherstellung der Artenvielfalt ist mir ein zentrales Anliegen. Der Naturschutz sichert unsere Lebensgrundlage und damit auch unsere Lebensqualität. Gleichzeitig müssen wir Energieunabhängigkeit erreichen und deshalb unsere Infrastruktur der Erneuerbaren Energien ausbauen. Das bedeutet Eingriffe in Natur und Landschaft. Aber das darf nicht zu Lasten unserer Artenvielfalt gehen. Mecklenburg-Vorpommern hat zum Beispiel bei den Brutvögeln die höchste Artendichte im bundesweiten Vergleich. Um diese Artenvielfalt effektiv schützen zu können, benötigt unsere Naturschutzverwaltung fortlaufend große Datenmengen aus dem ganzen Land.  Und die Anforderungen an die Datenbasis steigen kontinuierlich.

Die europäische Wiederherstellungsverordnung verlangt künftig deutlich umfassendere Kenntnisse über den Zustand von Lebensräumen und Arten. Bis 2030 müssen für mindestens 90 % der Lebensraumtypflächen belastbare Zustandsinformationen vorliegen. Bis 2040 soll dies für sämtliche Flächen erreicht werden. Auch bei Biotopen und Ökosystemen steigen die Anforderungen erheblich.

Seit vielen Jahren arbeiten wir vertrauensvoll mit dem Ehrenamt beim Monitoring zusammen. Dafür bin ich sehr dankbar. Das LUNG ist unsere zentrale Stelle im Land, bei der Umweltdaten gesammelt, ihre Qualität gesichert und für die Belange des Naturschutzes bereitgestellt werden. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass die Datenflüsse zwischen den Behörden verbessert werden“, sagt Minister Dr. Backhaus.

Im LUNG liegen derzeit mehr als 250 Millionen Datensätze von Fach- und Geodaten auf dem Server und täglich kommen durch Monitoring und Analytik zig Tausende Datensätze dazu. Allein in der Artendatenbank M-V sind aktuell rund 2,3 Millionen Artbeobachtungen gespeichert.

„Das Symposium möchte einen fundierten fachlichen Überblick über die Organisation von Erfassungsprogrammen und Datenstrukturen sowie über innovative Methoden geben, die es uns zukünftig ermöglichen werden, die Verfügbarkeit von Naturschutzdaten ganz wesentlich zu verbessern“, führt Ines Liefke, Direktorin des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie, aus. „Ich freue mich, dass wir Expertinnen und Experten aus Landes- und Bundesbehörden, Forschungseinrichtungen und ehrenamtlichen Vereinigungen gewinnen konnten, die in ihren Vorträgen über methodische Ansätze zur Erfassung von Artendaten mithilfe digitaler Citizen-Science-Plattformen, über spezialisierte Artenerfassungsprogramme und über landes-, bundesweite und internationale Kooperationsmodelle berichten. Unser Symposium soll die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Naturschutzakteuren im Land stärken“, sagt Ines Liefke.

Das Programm ist online verfügbar: Agenda 5. Naturschutzsymposium LUNG M-V.

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