Pressemitteilung 05/26

Landesamt veröffentlicht Daten zur Abfallwirtschaft 2024

Das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie M-V hat die „Daten zur Abfallwirtschaft“ für 2024 veröffentlicht. Die jährliche Abfallbilanz zeigt die Abfallmengenentwicklung und Entsorgung der Siedlungsabfälle, der gefährlichen Abfälle, der Bau- und Abbruchabfälle und der grenzüberschreitend verbrachten Abfälle. Außerdem werden die Entsorgungskosten der öffentlich- rechtlichen Entsorgungsträger dargestellt.

Siedlungsabfallbilanz

Das Aufkommen an Restabfällen, die den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern (örE) 2024 von privaten Haushalten und dem Kleingewerbe überlassen wurden, ist mit 374.761 t gegenüber dem Vorjahr um 2,4 % gestiegen. Grund ist vor allem eine Zunahme der Haus- und Geschäftsmüllmengen (286.664 t, plus 1,6 %) und der Sperrmüllmengen (78.311 t, plus 6,1 %). Das Pro-Kopf-Aufkommen an Haus- und Geschäftsmüll liegt 2024 mit 182 kg pro Einwohner und Jahr auf höherem Niveau als im Vorjahr (2023: 173 kg/E*a).
Die durch die örE 2024 getrennt erfasste Wertstoffmenge ist gegenüber dem Vorjahr um 6,6 % auf 357.701 t gestiegen. Dies entspricht einem Wertstoffaufkommen von 227 kg pro Einwohner und Jahr (2023: 206 kg/E*a). Insbesondere die Mengen an Garten- und Parkabfällen (78.326 t, plus 20 %) stiegen gegenüber dem Vorjahr.
Die Entsorgungskosten der örE sind mit ca. 156 Mio. € gegenüber dem Vorjahr erneut leicht gestiegen (2023: 151 Mio. €). Dies entspricht im Durchschnitt Entsorgungskosten von 99 € pro Einwohner und Jahr.

Bilanz gefährlicher Abfälle

Die Gesamtmenge der in Mecklenburg-Vorpommern erzeugten gefähr- lichen Abfälle hat im Vergleich zum Vorjahr um 24,9 % auf 234.650 t abgenommen. Die Mengen aus dem Bau- und Abbruchbereich (einschließlich Aushub von verunreinigten Standorten) nehmen hier den größten Anteil mit 93.666 t ein. Von den erzeugten gefährlichen Abfällen wurden 106.133 t in anderen Bundesländern entsorgt.
Bei den in Mecklenburg-Vorpommern entsorgten gefährlichen Abfällen war eine Abnahme von 11,0 % auf 299.233 t zu verzeichnen. 170.722 t davon stammten aus anderen Bundesländern. Die Bau- und Abbruchabfälle (130.753 t) sowie die Abfälle aus Abfallbehandlungsanlagen, öffentlichen Abwasserbehandlungsanlagen und Wasserversorgung (98.198 t) stellen den größten Anteil der in Mecklenburg-Vorpommern entsorgten Abfälle dar.

Grenzüberschreitende Abfallverbringung

Im Jahr 2024 wurden insgesamt 70.282 t notifizierungspflichtige Abfälle (= genehmigungspflichtige Abfälle) aus anderen Staaten zur Entsorgung nach Mecklenburg-Vorpommern verbracht. Die importierte Abfallmenge ist gegenüber dem Vorjahr um 11,9 % zurückgegangen (2023: 79.802 t). Importiert wurde vor allem Altholz aus Dänemark und Finnland (66.191 t, entspricht 94,2 % der Gesamtmenge). Diese Abfälle wurden in Mecklenburg-Vorpommern einer energetischen Verwertung als Brennstoff zugeführt (Entsorgungsverfahren R1).
Aus Mecklenburg-Vorpommern wurden im gleichen Zeitraum 48.081 t notifizierungspflichtige Abfälle ins Ausland verbracht (2023: 59.155 t). Dies entspricht einer Abnahme von 18,7 %. Hauptfraktion bei den Exportabfällen ist wie in den Vorjahren Ersatzbrennstoff, der zur energetischen Verwertung nach Dänemark verbracht wurde (44.262 t, entsprechend 92,1 %).

Die Daten zur Abfallwirtschaft 2024 sind auf der Webseite des LUNG MV abrufbar.

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