Pressemitteilung 06/26

LUNG-Gewässersymposium „Ostsee - MEER im Blick“ mit Umweltminister Dr. Backhaus

Güstrow. Das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie M-V (LUNG) lädt am 20. Mai ab 9 Uhr zum
29. Gewässersymposium in die Fachhochschule nach Güstrow ein.

In Fachvorträgen berichten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Verwaltung und Praxis über Herausforderungen und Lösungen, zeigen neue Herangehensweisen auf und geben Einblicke in laufende Projekte zum Schutz der Ostsee.

Dr. Till Backhaus, Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern, betont den Meeresumweltschutz als langfristige Aufgabe: „Die Ostsee ist für unser Küstenland ein wichtiges und prägendes Ökosystem, das wir für künftige Generationen schützen und erhalten müssen. Trotz einiger Fortschritte ist der gute Umweltzustand der deutschen Ostsee noch nicht erreicht. Neben bereits bekannten Herausforderungen, wie der Eutrophierung und den Gefahren von Munitionsaltlasten, bergen „Ewigkeitschemikalien“ und der zunehmende Unterwasserlärm neue Risiken.

Doch es gibt auch positive Entwicklungen: Mit der Einrichtung eines Kompetenzzentrums zur Beseitigung von Altmunition in der Ostsee in Rostock, sind wir einen wichtigen Schritt vorangekommen. Allerdings drängt auch die Zeit, denn der Zustand der Altlasten verschlechtert sich u.a. durch Korrosion zunehmend. Die Bergung wird vermutlich allein aufgrund der enormen Menge Jahrzehnte dauern und nach derzeitigen Schätzungen auch mehrere Milliarden Euro kosten“, so Backhaus.

 

„Um weitere Fortschritte zum Schutz der Meeresumwelt zu erreichen, brauchen wir belastbare wissenschaftliche Kenntnisse, fachliche Kompetenz, moderne Infrastrukturen, internationale Kooperationen und innovative, rechtssichere Lösungen. Das Gewässersymposium bündelt aktuelle Erkenntnisse zum Meeresschutz und ist ein ideales Format für einen länderübergreifenden Austausch“, so Backhaus.

 

Ines Liefke, Direktorin des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie M-V, verweist dazu auf die Schwerpunktthemen des Symposiums: „Die Meerespolitik steht aktuell vor großen neuen Herausforderungen, wie dem Klimawandel, dem Rückgang der Artenvielfalt und der zunehmenden hybriden Bedrohung“, so die Direktorin. „Im ersten Themenblock werden das Monitoring der Küstenfischbestände und der „Sea-Ranger“ als neue Perspektive für Beschäftigte in der Fischerei vorgestellt. Der zweite Themenblock wendet sich den verschiedenen Belastungen der Ostsee (u. a. Munition, Lärm, Ewigkeitschemikalien) zu. Die Meeresforschung steht im Mittelpunkt des dritten Themenblocks. Hier werden ein Projekt zur Wiederansiedlung von Seegras als Beitrag zum Klimaschutz sowie die Bedeutung von ökologischen Prozessen im Flachwasser der Küstengewässer und deren Relevanz für die gesamte Ostsee thematisiert“, so Ines Liefke.

 

Die Tagung richtet sich an Wasser-, Naturschutz-, Fischerei- und Planungsbehörden, wissenschaftliche Institutionen, Umwelt- und Naturschutzverbände, Planungsbüros, Fischerei, Schifffahrt, interessierte Bürger*innen. Das vollständige Programm des Symposiums sowie Informationen zur Anmeldungen sind unter Fortbildungsangebote verfügbar.

 

Die Veranstaltung findet am 20. Mai 2026 von 9:00 bis ca. 16:00 Uhr im Großen Hörsaal 184 der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege, Goldberger Straße in Güstrow statt. Interessierte Teilnehmer*innen sind herzlich eingeladen, sich noch kurzfristig per E-Mail an
lls@lung.mv-regierung.de anzumelden.

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