Institut zur Ausbildung von Moorspezialisten (IMS)
Am 01. August 2026 startet der zweite Jahrgang unserer dreijährigen Qualifizierung zu Moorspezialist*innen.
Bewerbung als Teilnehmende:
Seit dem 04. Februar 2026 sind die Stellenausschreibungen für 18 Qualifizierungsplätze in Mecklenburg-Vorpommern über das Job-Portal des Landes www.karriere-in-mv.de veröffentlicht. Interessierte Bachelor- und Masterabsolvent*innen, die sich für den praktischen Moorschutz qualifizieren möchten, sind herzlich eingeladen, sich bis zum 23. Februar 2026 zu bewerben.
Erstmals werden im Rahmen des Qualifizierungsprogramms ab dem 01. August 2026 zudem zwei Teilnehmende in Einsatzstellen in Niedersachsen ausgebildet. Die Stellenausschreibungen für diese beiden Qualifizierungsplätze erfolgt direkt in Niedersachsen.
Interessensbekundung als Einsatzstelle:
Unsere 18 Teilnehmenden des 2. Jahrgangs werden neben einer theoretischen Ausbildung (durch die Professur Moorkunde an der Universität Greifswald) fachpraktisch in jeweils drei Einsatzstellen in Mecklenburg-Vorpommern ausgebildet.
Seit dem 02. Februar 2026 haben wir das Interessensbekundungsverfahren für Einsatzstellen unter www.lung.mv-regierung.de veröffentlicht und eröffnet. Geeignete Institutionen, Behörden und Landeigentümer sind eingeladen, Interessensbekundungen bis zum 15. April 2026 einzureichen. Fragen beantwortet das Institut zur Ausbildung von Moorspezialisten.
Am 1. April 2025 wurde am Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern das „Institut zur Ausbildung von Moorspezialisten“ gegründet. Es ist Träger eines innovativen, bundesweit einzigartigen Programms, das ein mehrstufiges, praxisnahes Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebot für Absolventinnen und Absolventen von Universitäten und Fachhochschulen bietet. Ziel ist es, sie als Fachkräfte für den Moorschutz auszubilden und auf die Durchführung bundesweiter Moor-Klimaschutzprojekte vorzubereiten.
Das Programm „Moorspezialist*in“ soll den Fachkräftemangel in zuständigen Behörden, bei Vorhabenträgern, Wasser- und Bodenverbänden, großen Flächeneigentümern sowie Planungsbüros in Mecklenburg-Vorpommern verringern. Durch den individuellen Wissenserwerb und den Austausch zwischen verschiedenen Institutionen wird eine nachhaltige Vernetzung der Teilnehmenden und der Institutionen gefördert.
In vier Jahrgängen qualifiziert das IMS jeweils etwa 20 Hochschulabsolventinnen und -absolventen zu Moorspezialistinnen und -spezialisten. Bis 2031 rechnen wir damit, über 80 zusätzliche Fachkräfte in diesem Bereich auszubilden. Das Programm ist zunächst als Modellvorhaben bis Ende 2031 geplant, soll aber verstetigt werden. Ziel ist es, bis 2031 über 80 zusätzliche Fachkräfte in diesem Bereich auszubilden.


Feierliche Eröffnung des Institutes mit geladenen Gästen aus dem Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt, dem Bundesministerium, dem Bundesamt für Naturschutz, der Universität Greifswald und der OSTSEESTIFTUNG
Feierliche Eröffnung des Institutes mit geladenen Gästen aus dem Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt, dem Bundesministerium, dem Bundesamt für Naturschutz, der Universität Greifswald und der OSTSEESTIFTUNG
Aus der Erprobung dieses Modellprogramms sollen wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden, die bei der Entwicklung ähnlicher Programme in anderen Bundesländern helfen. Diese Ergebnisse werden in einem Leitfaden zusammengefasst. Bereits ab 2026 beteiligen sich andere Bundesländer an der Umsetzung des Programms unter der Federführung Mecklenburg-Vorpommerns.
Inhaltlich und organisatorisch wird das Programm vom „Institut zur Ausbildung von Moorspezialisten“ innerhalb des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie betreut. Während der Ausbildungszeit werden die Teilnehmenden von Mecklenburg-Vorpommern beim LUNG angestellt.
Der erste Jahrgang der Ausbildung von Moorspezialist*innen erstreckt sich über insgesamt fünf Jahre. Ab dem zweiten Jahrgang wird die Ausbildung auf drei Jahre verkürzt.
Praxisnahe Ausbildung in Einsatzstellen in MV


Theorieausbildung im Feld zu FFH-Lebensraumtypen mit T. Polte (LUNG)
Theorieausbildung im Feld zu FFH-Lebensraumtypen mit T. Polte (LUNG)
Während ihrer Ausbildung sammeln die Teilnehmenden praktische Erfahrungen in drei verschiedenen Einsatzstellen in Mecklenburg-Vorpommern. Dort lernen sie alles Wichtige zur Projektsteuerung, Planung, Genehmigung und Umsetzung von Moor-Klimaschutzprojekten.
Die Einsatzstellen tragen eine große Verantwortung im Qualifizierungsprogramm. Sie begleiten die Teilnehmenden mit einem intensiven Mentoring vor Ort, unterstützen sie bei praktischen Aufgaben zur Moorrevitalisierung und sorgen für eine fachliche Anleitung sowie eine gute Zusammenarbeit mit den jungen Mitarbeitenden.
Unsere aktuellen Einsatzstellen
| Einsatzstelle | Standort |
|---|---|
| Biosphärenreservatsamt Südost-Rügen | Putbus |
| Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe | Zarrentin |
| Ecosquare GmbH - Ihre Ausgleichsagentur (ehemals BIOCEN Ecosystems GmbH) | Putbus |
| Flächenagentur MV | Güstrow |
| Hansestadt Greifswald | Greifswald |
| Institut biota GmbH | Bützow |
| Landesforst MV - Waldservice und Energie GmbH | Mühl-Rosin |
| Michael Succow-Stiftung | Greifswald |
| Nationalparkamt Müritz | Hohenzieritz |
| Naturpark Flusslandschaft Peenetal | Stolpe |
| Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide | Karow |
| OSTSEESTIFTUNG | Greifswald |
| Stiftung Umwelt- und Naturschutz M-V | Schwerin |
| UmweltPlan GmbH | Stralsund |
| Wasser- & Bodenverband "Schweriner See/ Obere Sude" | Schwerin |
| Wasser- & Bodenverband "Untere Elde" | Ludwigslust |
| WWF Büro Ostsee | Stralsund |
Theoretische Ausbildung durch die Professur für Moorschutz in MV


Kennarten-Zählung zur Moorklassifikation mit D. Michaelis und G. Jurasinski (Uni Greifswald)
Kennarten-Zählung zur Moorklassifikation mit D. Michaelis und G. Jurasinski (Uni Greifswald)
Die theoretische Ausbildung im Programm findet an der Universität Greifswald statt. Prof. Gerald Jurasinksi stellt mit seiner Moorprofessur an der Universität Greifswald das Curriculum für die theoretische Ausbildung der Moorspezialist*innen zusammen. Dieses umfasst verschiedene Themen von der Bodenkunde, über die Artenbestimmung, Hydrologie, Paludikulturen bis zu Kommunikationsstrategien und Konfliktmanagement. Rechtliche Grundlagen sind ebenfalls enthalten.
Die theoretischen Grundlagen werden von Mitarbeitenden der Universität Greifswald und externen Experten als Dozenten gelehrt. Viele Module enthalten Exkursionen ins Feld, um die Lehrinhalte praxisnah und anschaulich zu vermitteln und notwendige Forschungstechniken im Feld zu erproben.
Finanzierung und Partner


Minister Dr. Till Backhaus,
IMS-Leiterin Antonia Stefer und
Moorspezialistin Carmen Wassong beim MV-Tag 2025
Minister Dr. Till Backhaus,
IMS-Leiterin Antonia Stefer und
Moorspezialistin Carmen Wassong beim MV-Tag 2025
Das Programm wird zu 90% aus dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK-Programm) des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) gefördert. Das Land Mecklenburg-Vorpommern fördert ca. 5 % der Projektkosten aus dem Sondervermögen zur Förderung des Natürlichen Klimaschutzes vom Land Mecklenburg-Vorpommern. Ca. 5% der Projektkosten werden von den Einsatzstellen finanziert.
Als Partner übernimmt die Naturschutzstiftung Deutsche Ostsee (OSTSEESTIFTUNG) die Umsetzung der Programmevaluation. Sie berät und unterstützt das Institut zur Ausbildung von Moorspezialisten am LUNG bei der fortlaufenden Entwicklung des Modellvorhabens.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |













