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Bewertung der Luftgütedaten des Jahres 2017

Die Bewertung der Messergebnisse der Luftgütedaten wurde nach den Beurteilungsmaßstäben der 39. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (39. BImSchV) durchgeführt.

Die 2017 ermittelten Immissionskonzentrationen für Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid und Benzol liegen deutlich unterhalb der gesetzlich vorgegebenen Grenzwerte zum Schutz der menschlichen Gesundheit und zum Schutz der Vegetation.

Auch für Stickstoffdioxid wurden keine Grenzwertüberschreitungen festgestellt.

Die Schwebstaubkonzentration für die Fraktionen PM10 und PM2,5 nahm zum Teil gegenüber dem Vorjahr etwas zu, die Grenzwerte wurden aber durchweg sicher eingehalten.

Aufgrund der eher unbeständigen Witterung traten im Sommer 2017 keine hohen Ozonkonzentrationen auf und es kam in der Folge auch an keiner Messstation zu Überschreitungen der Informations- oder Alarmschwelle für Ozon.


Die Schadstoffe im einzelnen:

Schwefeldioxid (SO2)

Sowohl die Jahresmittelwerte 2017 als auch die Winterhalbjahreswerte lagen mit Werten von 1 bis 2 µg/m³ in der Nähe der Nachweisgrenze der Messgeräte, die Differenzen zwischen den verschiedenen Stationen sind gering. Der höchste Einstundenmittelwert (96 µg/m³) des Jahres wurde am Standort Löcknitz beobachtet. Die gültigen Grenzwerte zum Schutz der menschlichen Gesundheit sowie zum Schutz von Ökosystemen wurden sicher eingehalten.

Schwebstaub (PM10)

Die PM10-Jahresmittelwerte lagen im Jahr 2017 zwischen 15 und 22 µg/m³. Der höchste Jahresmittelwert wurde mit 22 µg/m³ an der verkehrsnahen Station Rostock-Am Strande ermittelt und lag damit deutlich unter dem Grenzwert von 40 µg/m³.

Tagesmittelwerte über 50 µg/m³ wurden im Jahr 2017 häufiger beobachtet als im Vorjahr, an der Messstelle Rostock-Am Strande wurden 16 Überschreitungstage gezählt, jedoch ist auch dieser Wert deutlich unterhalb der zulässigen Anzahl von 35 Überschreitungstagen im Jahr.

Schwebstaub (PM2,5)

Die 2017 ermittelten PM2,5-Jahresmittelwerte lagen zwischen 11 µg/m³ und 14 µg/m³ und damit deutlich unter dem Grenzwert von 25 µg/m³.

Stickstoffdioxid (NO2)

Der höchste Jahresmittelwert wurde mit 34 µg/m³ an der Messstelle Rostock-Am Strande registriert, er sank gegenüber dem Vorjahr um etwa 8 %. Mit Jahresmittelwerten an verkehrsnah gelegenen Messstationen zwischen 18 bis 34 µg/m³ wurde der gültige Grenzwert (40 µg/m³) an allen Messstationen eingehalten. Auch der sich auf die kurzeitige Exposition beziehende Einstundengrenzwert von 200 µg/m³, der im Jahr nicht öfter als 18 mal überschritten werden darf, wird an allen Stationen des Landes eingehalten. Die höchste Einstundenmittelkonzentration von 142 µg/m³ wurde an der Messstelle Rostock-Am Strande gemessen.

Ozon (O3)

Für Ozon hat der Gesetzgeber eine ganze Reihe von Beurteilungsmaßstäben erlassen, die im Detail der 39. BImSchV, Tabelle 7 des Anhangs zu entnehmen sind.

Der Zielwert zum Schutz der menschlichen Gesundheit wurde im Berichtszeitraum an allen Stationen eingehalten. Die Informationsschwelle zum Schutz der menschlichen Gesundheit von 180 µg/m³ wurde im Jahr 2017 an keiner Messstation überschritten. An den ländlichen und städtischen Hintergrundstationen wurden im Jahr 2017 maximale Einstundenmittelwerte zwischen 131 und 161 µg/m³ gemessen.

Zum Schutz der Vegetation werden Konzentrationssummenwerte oberhalb eines Schwellenwertes (AOT40 = accumulated ozone exposure over a threshold of 40 ppb) betrachtet. Der Zielwert (AOT40-Wert über 5 Jahre gemittelt) darf 18000 µg/m³·h nicht überschreiten. Im Jahr 2017 wurde dieser Wert an allen Stationen eingehalten

Die langfristigen Ziele entsprechend Anlage 7C der 39. BImSchV wurden auch im Jahr 2017 noch nicht vollständig erreicht. Das betrifft sowohl das AOT-Langfristziel zum Schutz der Vegetation (6000 µg/m³·h) als auch das Langfristziel zum Schutz der menschlichen Gesundheit von 120 µg/m³ als gleitender 8-Std.-Mittelwert. Die beobachteten maximalen 8-Stundenmittelwerte lagen zwischen 103 µg/m³ (Rostock-Holbeinplatz) und 134 µg/m³ (Löcknitz).

Benzol

Der höchste Jahresmittelwert ist mit von 0,9 µg/m³ an der Messstation Rostock-Am Strande ermittelt worden. Der Grenzwert von 5 µg/m³ wurde an allen Standorten sicher eingehalten.

Kohlenmonoxid (CO)

Die Kohlenmonoxidkonzentration wird im Luftmessnetz an drei Standorten überwacht. Der maximale 8-Std.-Mittelwert liegt mit 1,09 mg/m³ (Rostock-Holbeinplatz) weit unter dem Grenzwert von 10 mg/m³.

 

Download Vorabbericht zur Luftgüte 2017

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