
Norddeutschland gehört zu den Gebieten Deutschlands mit geringer Erdbebentätigkeit. Schadensbeben sind auch aus historischer Zeit nicht bekannt. Daher ist die Region nicht als gefährdete Erdbebenzone klassifiziert. In Mecklenburg-Vorpommern treten natürliche Erdbeben äußerst selten auf und seismische Ereignisse aus benachbarten Regionen wurden bisher kaum verspürt.
Jahr | Datum | Stärke (Richter-Skala) |
Ort | in M-V beobachtet? |
---|---|---|---|---|
2000 | 19. Mai | 3,1 | nahe Wittenburg | es liegen keine Meldungen aus M-V vor |
2001 | 21. Juli | 3,4 | südöstlich Rostock | deutliche Erschütterungen im Raum Rostock |
2004 | 21. September | 4,6 | nordwestlich Kaliningrad | im Osten bis Wolgast spürbare Erschütterungen |
2004 | 21. September | 4,7 | nordwestlich Kaliningrad | im Osten bis Wolgast spürbare Erschütterungen |
2004 | 20. Oktober | 4,4 | Rotenburg (Wümme) | es liegen keine Meldungen aus M-V vor |
2008 | 16. Dezember | 4,3 | östlich Malmö | deutliche Erschütterungen im Nordosten von M-V |
Quellen:
und Dahm et al. (2007)
Das letzte Beben mit Auswirkungen in Mecklenburg-Vorpommern ereignete sich am 16. Dezember 2008 um 6:20 Uhr in der südschwedischen Provinz Schonen. Das Beben hatte nach Angaben des GeoForschungszentrums Potsdam die Stärke von 4,5 auf der Richterskala, sein Zentrum lag etwa 30 km östlich von Malmö. Der Erdbebenherd befand sich nach Messungen internationaler Seismometer-Stationen vermutlich in 10 km Tiefe. Es ist eines der stärksten Ereignisse in dieser Region in den letzten 100 Jahren. An der Erdoberfläche war das Beben vor allem in den Städten Malmö und Kopenhagen zu spüren, aber auch von der Insel Rügen und aus Stralsund meldeten sich besorgte Bürger, die leichte Erschütterungen verspürt hatten. Da solche Auswirkungen den Fachleuten bei der Lokalisierung und Bestimmung der Intensität eines Bebens helfen, wurden diese Angaben gesammelt.
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