Direkt zum Inhalt, Accesskey 1, Direkt zur Hauptnavigation, Accesskey 2

Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie

Weitere Landesportale:

Landesportal | Dienstleistungsportal | Regierungsportal



Pressemitteilung

25.06.2018, Nr. 08/18

Vom Bohrkern zum 3D-Modell in Mecklenburg-Vorpommern

Am Samstag, dem 30. Juni 2018, ist die Geologische Landessammlung in Sternberg für Besucher geöffnet. An diesem "Tag der offenen Tür" informieren Mitarbeiter des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) zwischen 10 und 16 Uhr über den geologischen Aufbau und die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten des tieferen Untergrundes in Mecklenburg-Vorpommern.

Vor zweihundert Jahren begann in Mecklenburg die Suche nach Braunkohle. Mittels einfacher Bohrungen gelang der Nachweis von zwei Flözen, die nahe Malliß bis 1960 untertägig abgebaut wurden. Ende des 19. Jahrhunderts wurden Schächte zur Gewinnung von Kali und Salz im Raum Lübtheen und Conow niedergebracht und ab Mitte des 20. Jahrhunderts setzte eine jahrzehntelange Erdöl- und Erdgaserkundung ein, die in Vorpommern zur Erschließung nutzbarer Lagerstätten führte, aus denen bis heute gefördert wird (z. B. in Lütow auf Usedom).

Ergebnisse dieser langjährigen Erkundungen des Untergrundes in unserem Bundesland werden beim Geologischen Dienst im LUNG M-V aufbewahrt und stehen auch für aktuelle Fragestellungen zur Verfügung. Besonders wichtige Informationen zum Schichtenaufbau liefern bis 8.000 m tiefe Bohrungen, bei denen Kernproben gewonnen wurden. Sie geben sowohl Auskunft über die Verbreitung und Mächtigkeit von geothermischen Reservoiren in Mecklenburg-Vorpommern als auch über die Lage und Ausdehnung von Salzstrukturen - potenziellen Standorten für Energiespeicher. Zusammen mit geophysikalischen Messungen sind die Bohrungsdaten Grundlage für die Erstellung von dreidimensionalen Untergrundmodellen, die auch Nichtfachleuten, Politikern und Investoren die unterirdischen Nutzungspotenziale, aber auch mögliche Nutzungskonkurrenzen veranschaulichen.

Bei einem Besuch der Landessammlung in Sternberg können gerne auch eigene geologische Fundstücke, z. B. Eiszeitgeschiebe oder Fossilien, zur fachkundigen Bestimmung durch Geologen und Paläontologen mitgebracht werden.


zurück

Zusatzinformationen


Mecklenburg-Vorpommern / MV tut gut