Pressemitteilung 06/21

11.06.2021, Nr. 02/21

LUNG M-V: Erste Landesbehörde öffnet Ladestationen für Elektrofahrzeuge

Das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie
M-V hat heute Ladeeinrichtungen mit fünf Ladepunkten für batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) in Betrieb genommen. An den Ladestationen können bis zu fünf Dienstfahrzeuge zeitgleich am Standort des Landesamtes und der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung (FHöVPR) in Güstrow bedarfsgerecht geladen werden. Die Ladesäulen versorgen E-Fahrzeuge wahlweise mit einer Ladeleistung von 22 kW (Wechselstrom) oder einer Schnell-Ladeleistung bis 75 kW (Gleichstrom). Der Strom wird zu 100 Prozent aus zertifizierten erneuerbaren Energiequellen (Ökostrom) bezogen.

"Als Landesumweltbehörde setzen wir mit diesem Pilot-projekt ein klares Signal pro Elektromobilität", betont Ute Hennings, Direktorin des LUNG M-V. "Mit der Umstellung unseres Fuhrparks haben wir bereits 2020 begonnen und zwei Elektroautos sowie einen E-Transporter gegen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren ausgetauscht. Der Ausbau der benötigten Ladeinfrastruktur ist deshalb ein konsequenter nächster Schritt", erklärt die Direktorin.

Das Landesamt wird in Zukunft weitere Elektrofahrzeuge für Dienstfahrten zur Verfügung stellen. "Ziel ist es, die Dienstwagenflotte größtenteils auf batte-riebetriebene Fahrzeuge umzustellen und damit weitere herkömmlich betriebene Autos aus dem Verkehr zu ziehen", erklärt Ute Hennings.
Langfristig ist außerdem geplant, an weiteren Außenstandorten des LUNG E-Ladepunkte einzurichten. "Die Erweiterung um einen zweiten Schnellladepunkt am Standort Güstrow wird noch in diesem Jahr umgesetzt", führt Ute Hennings weiter aus.

Die vorhandene Ladeinfrastruktur kann vorerst ausschließlich für Dienstfahrzeuge des LUNG bzw. der Fachhochschule Güstrow genutzt werden. "Wir arbeiten daran, diese Ladepunkte bedarfsgerecht auch anderen Nutzern von E-Fahrzeugen zur Verfügung zu stellen. Der öf-fentliche Zugang ist entsprechend der Ladesäulenverord-nung technisch wie auch eichrechtlich vorhanden. Auf die weiteren notwendigen Anpassungen der rechtlichen Rahmenbedingungen haben wir als Errichter und Betreiber jedoch nur bedingt Einfluss", so Direktorin Ute Hennings weiter.

Das Konzept zum Ausbau der E-Mobilität wurde mit Unterstützung eines staatlich geprüften Fachberaters für Elektromobilität, Herrn Dipl.-Ing. Frank Jacobi, vor Ort im LUNG M-V ausgearbeitet und von der Planung über die Ausschreibung bis zur Inbetriebnahme und Einweisung begleitet. Die Entscheidung zugunsten der E-Mobilität konnte durch Berechnungen belegt werden. "Unsere Ergebnisse haben gezeigt, dass sich Elektrofahrzeuge bereits nach kurzer Einsatzdauer für eine umweltverträgliche und dabei wirtschaftliche und sparsame Mobilität in der öffentlichen Verwaltung eignen", führt Jörg-Dietrich von Weyhe, Abteilungsleiter der Allgemeinen Abteilung im Landesamt, aus. "Positiver Nebeneffekt: Unsere Mitarbeiter aus den Außenstellen können ihre Dienstgeschäfte in Güstrow erledigen und zeitgleich die E-Tankstelle vor der Haustür nutzen", unterstreicht von Weyhe.