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Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie

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Pressemitteilung

09.02.2018, Nr. 03/18

Landeslehrstätte am LUNG startet Fortbildungsprogramm 2018

Titelseite des Jahresprogramms 2018; Foto: Eduardo SaavedraMit der Veröffentlichung des Jahresprogramms ist die Landeslehrstätte für Naturschutz und nachhaltige Entwicklung M-V (LLS) in das Bildungsjahr 2018 gestartet. Es ist das 10. Programmheft in der gegenwärtigen Struktur und Aufmachung. Den Auftakt der 65 landesweit geplanten Veranstaltungen bildeten der Rostocker Naturschutztag und das Schulungstreffen der ehrenamtlichen Horstbetreuer.

"Neben traditionellen Kursangeboten wie dem Bibertag oder der Veranstaltung zur Blume des Jahres 2018 greifen wir auch aktuelle Entwicklungen in unseren Seminaren, Tagungen, Exkursionen und Vorträgen auf", erklärt Dr. Jan
Dieminger, Leiter der LLS. In den größtenteils kostenfreien Fortbildungen werden die Themen Natur- und Umweltschutz, Geologie, Umweltbildung und nachhaltige Entwicklung zielgruppenorientiert vermittelt. So können Interessenten aus einem breiten Themenangebot wählen. Dabei reicht die Palette von eher unspektakulären Artengruppen wie Flechten und Spinnen, über Grundlagen der Forstwirtschaft und der Landschaftsökologie bis hin zum Naturschutzrecht. Teilnehmer werden im Umgang mit Datenbanken des Natur- und Umweltschutzes geschult, z. B. mit dem Kartenportal Umwelt oder dem Kompensationsverzeichnis des Landes. Natürlich stehen mit dem Bibertag und den Treffen der Wolfsbetreuer auch die "Problemarten" auf der Agenda.

Die Fortbildungsangebote der LLS richten sich an ehrenamtliche Naturschützer, die staatliche Umwelt- und Naturschutzverwaltung, an Schulen und Multiplikatoren in Bildungseinrichtungen und letztlich an jedermann, der sich für Umweltbildung und nachhaltige Entwicklung interessiert. Dank zahlreicher kompetenter Kooperationspartner kann die LLS eine solche Breite an Themen anbieten.

Die LLS entstand im Sommer 2008 aus der vormaligen Landeslehrstätte für Naturschutz, die seit 2004 am Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie in Güstrow angesiedelt war. Die LLS ist Nachfolger der ältesten staatlich getragenen Bildungsstätte für Naturschutz in der heutigen Bundesrepublik Deutschland, die 1954 am Ostufer der Müritz eröffnete. Heute erreichen die Fortbildungsveranstaltungen der LLS jährlich über 3.000 Teilnehmende.

Im Jahr 2017 erhielt die Landeslehrstätte die NUN-BNE-Zertifizierung[1] als Bildungskompetenzzentrum für Nachhaltigkeit. Damit ist die LLS aktuell in M-V als einzige Einrichtung in dieser Kategorie zertifiziert. Die Zertifizierung wird von der Akademie für Nachhaltige Entwicklung als NUN-Zertifizierungsstelle erteilt. Sie bescheinigt die Qualität der Angebote. Dafür werden Leitbild, pädagogisches Konzept und die technisch-organisatorischen Rahmenbedingungen gründlich überprüft, um die Qualität zu erhalten und stetig zu verbessern.

Im Bereich Umweltbildung geht es auch darum, wie mit geeigneten modernen pädagogischen und medialen Mitteln Zielgruppen für Natur- und Umweltschutz sowie Nachhaltigkeit sensibilisiert werden können. Dem ist auch das aktuelle Titelfoto des Programmhefts 2018 gewidmet. Es soll zeigen, dass es in diesem Arbeitsfeld keine idealen Kommunikationswege gibt, sondern Lehrende und Lernende stets Suchende sind. „Unsere Dozenten möchten die Kursteilnehmenden anregen, eigenständig an kreativen Lösungen zu arbeiten und Ideen zu entwickeln“, betont Dieminger. Häufig gehe es dabei nicht nur um reine Schulungen, sondern auch um einen gesellschaftlichen Diskurs zu strittigen Fragen.

Zu den weiteren Aufgaben der Landeslehrstätte gehören die Umsetzung des Förderprogramms Umweltbildung für Ver­eine und Verbände, die Herausgabe der Newsletter „Neuigkeitenbrief Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und „Naturschutz-Informationsdienst“ sowie die Qualitätssicherung der Fortbildungen zu Zertifizierten Natur- und Landschaftsführer*innen.

Das LLS-Veranstaltungsprogramm sowie Informationen zur Anmeldung und zu den Ansprechpartnern sind auf den Webseiten des LUNG unter https://www.lung.mv-regierung.de/insite/cms/umwelt/nachhaltige_entw.htm abrufbar. Das gedruckte Jahresprogramm wird an Einrichtungen und Akteure aus den Zielgruppen kostenfrei versandt.



[1] Die norddeutschen Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern haben sich in einer Partnerschaft darauf verständigt, die Qualität von Angeboten der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) weiter zu verbessern. NUN ist die Abkürzung dieser Partnerschaft („Norddeutsch und nachhaltig“). Die Zertifizierung erfolgt in 3 Kategorien: a) Bildungspartner*in für Nachhaltigkeit: Einzelpersonen, Projekte, b) Bildungszentrum für Nachhaltigkeit: und c) Bildungskompetenzzentrum für Nachhaltigkeit - Bildungszentrum mit Koordinierungs- und Fortbildungsaufgaben.


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