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Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie

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Schadstoffe

Um einen guten chemischen Zustand der Oberflächengewässer zu erreichen, müssen die Wasserkörper die Umweltqualitätsnormen (UQN) erfüllen, die für eine Reihe von Schadstoffen auf EU-Ebene reguliert wurden und die national in der Oberflächengewässerverordnung (OGewV) vom 20. Juli 2011 geregelt sind. Die OGewV gibt in der Anlage 7 UQN für 33 prioritäre Stoffe/ Stoffgruppen, fünf bestimmte andere Schadstoffe und für Nitrat vor. Zu den prioritären Stoffen zählen eine Reihe von Industriechemikalien, Pflanzenschutzmittel sowie Metalle bzw. Metallverbindungen. Die Einhaltung der UQN ist für die aufgeführten Schadstoffe zu überwachen. Einige der 33 prioritären Stoffe sind darüber hinaus als „prioritär gefährliche Stoffe“ eingestuft. Gemäß WRRL müssen für diese Schadstoffe Maßnahmen zur schrittweisen Reduzierung, Beendigung oder schrittweisen Einstellung erlassen werden. Die Liste der prioritären Stoffe ist gemäß Artikel 16 der WRRL mindestens alle vier Jahre zu überprüfen. Die Ergebnisse der
UQN-Überschreitungen der prioritären Schadstoffe in den Oberflächengewässern M-Vs (PDF, 0,2 MB) werden jährlich aktualisiert.

Das Ziel des guten ökologischen Zustands erfordert, dass für Schadstoffe, die auf nationaler Ebene als bedenkliche Stoffe erkannt werden, aber nicht als prioritäre Stoffe auf EU-Ebene eingestuft wurden, Normen durch die Nationalstaaten festgelegt werden. Bei diesen Stoffen handelt es sich um die sogenannten "flusseinzugsgebietsspezifischen Schadstoffe". Die OGewV gibt in Anlage 5 UQN für insgesamt 162 Schadstoffe solche (nationalen) UQN vor.

Wird eine (oder mehrere) UQN nicht eingehalten, ist der ökologische Zustand auf einer fünfstufigen Skale höchstens mit der mittleren Stufe (mäßig) zu bewerten. Die Ergebnisse der
UQN-Überschreitungen der flussgebietsspezifischen Schadstoffe in den Oberflächengewässern M-Vs (PDF, 0,2 MB) werden jährlich aktualisiert.

Neben dem Erreichen des guten chemischen und guten ökologischen Zustands gehört zu den Zielen der WRRL auch die Vermeidung einer weiteren Verschlechterung (Verschlechterungsverbot). Um eine Verschlechterung (oder Verbesserung) erkennen zu können, sind langfristig angelegte Untersuchungen erforderlich. Dies gilt in besonderem Maße für diejenigen Schadstoffe der OGewV, die dazu neigen, sich in Biota, Schwebstoffen oder Sedimenten anzureichern.

Außer den in der OGewV geregelten Stoffen werden auch neuartige Schadstoffe in die aquatische Umwelt eingetragen. Hierzu gehören z. B. neuartige Pflanzenschutzmittel und Industriechemikalien, Biozide, Human- und Tierarzneimittel. Aus Vorsorgegründen sind Sonderuntersuchungen auf solche Stoffe ebenfalls notwendig.

Grundlage für die Bewertung des chemischen Zustands des Grundwassers sind die in der Anlage 2 der Grundwasserverordnung (GrwV) vom 9. November 2010 aufgeführten Schwellenwerte. Zu der Liste der im Grundwasser zu überwachenden Schadstoffe gehören neben Nitrat, Sulfat, Chlorid und Ammonium Wirkstoffe von Pflanzenschutz-und Biozidprodukten sowie ausgewählte Metalle und leichtflüchtige Kohlenwasserstoffe. Neben den in der GrwV geregelten Stoffen wird das Grundwasser Mecklenburg-Vorpommerns aus Vorsorgegründen noch auf weitere Stoffe, wie z. B. neuartige Pflanzenschutzmittel, Tierarzneimittel und Uran untersucht. Auch diese Untersuchungsergebnisse werden regelmäßig ausgewertet.

Nähere Informationen zur Schadstoffbelastung der einzelnen Gewässerkategorien erhalten Sie durch Anklicken der nachfolgenden Schlagwörter:


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