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Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie

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Landesweite Radioaktivitätsüberwachung

Seit Mitte der 50er Jahre hat die Bundesregierung eine Reihe von Behörden mit Aufgaben zur Überwachung der Radioaktivität in der Umwelt beauftragt. Daraus sind verschiedene Leitstellen entstanden, die sich mit der Entwicklung von Probenahme- und Analyseverfahren für die unterschiedlichsten Umweltmedien befassen (z.B. Wasser, Boden, Luft, Nahrungsmittel….).

Auch in der ehemaligen DDR wurde die Radioaktivität in Umweltmedien überwacht.

Zuständig dafür war das „Staatliche Amt für Atomsicherheit und Strahlenschutz – (SAAS)“ mit Sitz in Berlin.

Nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl wurde 1986 für die landesweite Radioaktivitätsüberwachung in der BRD das Strahlenschutzvorsorgegesetz (StrVG) mit einer klaren Aufgabenteilung zwischen Bund und Ländern geschaffen.

Danach sind Einrichtungen des Bundes für die großräumige Ermittlung der Radioaktivität in Luft und in Niederschlägen, die Ermittlung der Radioaktivität in Bundeswasserstraßen, in Nord- und Ostsee und für die flächendeckende Messung der Gamma- Ortsdosisleistung zuständig. Die Bundesländer sind verpflichtet, die Radioaktivität in Lebensmitteln, Tabakerzeugnissen, Bedarfsgegenständen und Arzneimitteln sowie in Futtermitteln zu ermitteln. Sie überwachen weiterhin den Radioaktivitätsgehalt im Trink- wasser, Grundwasser und in oberirdischen Gewässern, die nicht Bundeswasserstraße sind, in Abwässern, Klärschlamm, Reststoffen und Abfällen, Boden und Pflanzen und in Düngemitteln.

Für den Datenaustausch wurde das Integrierte Mess- und Informationssystem (IMIS) in der Bundesrepublik aufgebaut auf das alle Bundesländer und Leitstellen Zugriff haben. Alle gewonnenen Daten werden in eine zentrale Datenbank beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) eingegeben und stehen zuständigen Behörden von Bund und Ländern für Auswertungen und Lagebeurteilungen zur Verfügung. Die erforderlichen Messungen und Probenahmen finden ständig statt und werden beim Auftreten von erhöhten Messwerten intensiviert.

In einem Labor der Radioaktivitätsmessstelle werden u.a. Obst und Gemüse (links)sowie Fleischproben für die Messungen vorbereitet (rechts).

Alle bisherigen Überwachungsergebnisse sind in Berichten zusammengefasst (1992 -1995, 1996 – 1998, 1999 – 2001, 2002 – 2006 sowie 2007 - 2009) und im Internet zugänglich.

Aus den Daten ist zu entnehmen, dass die radioaktive Exposition der Umwelt und der Bevölkerung in M-V durch natürliche Radionuklide dominiert wird. Künstliche Radionuklide aus dem Reaktorunfall in Tschernobyl bzw. den bis Mitte der 60er Jahre durchgeführten oberirdischen Kernwaffenversuchen sind zwar immer noch in viele Umweltmedien messbar, liefern aber keinen nennenswerten Beitrag zur Strahlenexposition.


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