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Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie

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Hinweise zu Kliffabbrüchen und Rutschungen an den Steilküsten von Rügen und Hiddensee!

Die Inseln Rügen und Hiddensee besitzen eine ca. 660 km lange, sehr attraktive Küste, deren Gestalt sich aufgrund von Witterungs- und Meereseinflüssen ständig verändert.

Flache, sandige Strände wechseln mit steilen Küstenabschnitten. Diese werden von gering verfestigten Ablagerungen der Eiszeit und zum Teil auch von Schreibkreide gebildet.

Die Wellen können bei auflandigen Winden an den Steilküsten zur Unterhöhlung des Kliffs führen. Dieses wird dadurch instabil und kann abstürzen.

Starke und anhaltende Regenfälle durchdringen die Schichten und führen teilweise zu einer Wassersättigung. Infolgedessen erhöht sich das Gewicht bis die Standsicherheit überschritten wird und das Kliff abrutscht . Besonders tonig-lehmige Ablagerungen sind hiervon betroffen. Größere Findlinge können dabei ebenfalls herunterfallen.

Auch Rügens „Wahrzeichen“, die bis 117 m hohen Kliffwände aus Schreibkreide, unterliegen insbesondere während der Auftauphase am Ende des Winters der Gefahr von Abbrüchen. Ein Wechsel von Gefrieren und Auftauen eingedrungener Feuchtigkeit in dem vom skandinavischen Gletschereis zerrütteten Material kann zum Abbrechen großer Blöcke und zur Ausbildung von Schuttkegeln führen. Die Auswirkungen der Frostsprengung werden durch Spalten und Risse in den Kliffgesteinen begünstigt.

Vorsicht ist deshalb bei schmalen Strandabschnitten mit steilen oder überhängenden Kliffs geboten! Es wird geraten, sich in diesen Bereichen mit Umsicht zu verhalten und oberhalb derselben nur die gekennzeichneten Wege zu benutzen. Entsprechende Aufforderungen der Behörden, die durch Warn- und Hinweisschilder oder in den Medien erfolgen, sind zu beachten! 

Die wichtigsten Verhaltensregeln sind in einem Faltblatt zusammengefasst:

Um Behörden, Einwohnern und Investoren offen zugängliche geologische Informationen zu dieser Art von Geogefahren zur Verfügung zu stellen, hat der Geologische Dienst im Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) Mecklenburg-Vorpommern -eine Geogefahrenhinweiskarte für die Halbinsel Jasmund auf Rügen im Maßstab 1:10.000 veröffentlicht. Auf der Karten-Vorderseite sind für die Außenküste Jasmunds zwischen der Ortschaft Lohme und Sassnitz die Rutschungsbereiche pleistozäner Sedimente sowie Kreideabbrüche verzeichnet und Areale unterschiedlicher Rutschungsanfälligkeiten ausgewiesen. Die Rückseite enthält in Wort und Bild wichtige geologische Erläuterungen zum Verständnis der Karte, vermittelt den Interessenten und Nutzern Informationen zu natürlichen Küstenveränderungen und regt zur Beachtung sowie Akzeptanz von Naturprozessen – nicht nur im Gebiet des Nationalparks Jasmund - an.
Die vorliegende Karte mit der Kurzbezeichnung „GHK 10“ enthält viele neue Untersuchungsergebnisse und unterstützt nicht nur die Behörden vor Ort, sondern auch Naturschutzverbände, Einheimische -sowie Urlauber bei der Geogefahren-Bewertung.

Informationen zu den aktuellen Hangbewegungen auf der Insel Hiddensee erhalten Sie hier:

Ansprechpartner:
Herr K. Schütze (Tel.: 03843-777-350)
E-Mail:

Herr Dr. K. Obst (Tel.: 03843-777-360)
E-Mail:


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