Küstengewässer-Monitoring in M-V
Das Küstenmonitoring Mecklenburg-Vorpommerns dient zur Überwachung der räumlichen und zeitlichen Veränderlichkeit physikalischer, chemischer und biologischer Messgrößen. Es bildet die Grundlage für eine aktuelle Zustandseinschätzung der Küstengewässer, d.h. für die Erkennung von kurzfristigen Veränderungen, aber auch langfristigen Trends. Darüber hinaus ermöglicht es die frühe Erkennung und Beobachtung außergewöhnlicher Ereignisse wie Havarien, Verunreinigung mit Schadstoffen oder Massenentwicklung toxischer Algen.
Neben der regelmäßigen monatlichen Überwachung des Wasserkörpers auf physikalische und chemische Messgrößen wie Temperatur, Salzgehalt, Sauerstoff und Nährstoffe werden auch Untersuchungen zur Belastung von Sedimenten, Schwebstoffen und Miesmuscheln mit Schadstoffen wie Spurenmetallen, Pestiziden, Polychlorierten Biphenylen (PCB) und Polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAH) durchgeführt. Das Biologische Küstenmonitoring umfasst neben der regelmäßigen monatlichen Überwachung des Phytoplanktons (im Wasser schwebende, winzige und meist einzellige, mit bloßem Auge nicht sichtbare Algen) auch Untersuchungen des Makrozoobenthos (Tiere des Meeresbodens), des Makrophytobenthos (Pflanzen des Meeresbodens) und der Fischgemeinschaften. Diese Untersuchungen befassen sich vor allem mit den Auswirkungen der Eutrophierung (Überdüngung des Meeres mit Nährstoffen) auf die Lebensgemeinschaften der Küstengewässer. Zur Untersuchung der Auswirkungen von Schadstoffen auf die Organismen wird seit kurzem ein sog. biologisches Effektmonitoring getestet.