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1. Informationsverarbeitung

Alle Beringungsergebnisse, die einen Bezug zum Arbeitsgebiet, den fünf ostdeutschen Bundesländern haben, werden an der BZ Hiddensee gesammelt, geprüft, archiviert und für die wissenschaftliche Analyse aufbereitet. Dazu gehören folgende Informationen, die jeweils in Standarddatensätze von 173 Byte Länge erfasst sind:

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter (Beringer) senden Ihre Beringungsdaten in der Regel bereits als Computerdatei auf Diskette bzw. E-Mail an die BZ, wofür die speziell entwickelte Software +BERIHIDD+ von der BZ kostenlos bereitgestellt wird. Auf die gleiche Weise gelangen die Daten von Ringvögeln zur BZ, die von den Beringern selbst kontrolliert (wiedergefangen) wurden. Hinzu kommen viele Ringfunde, die durch Dritte, unbeteiligte Personen buchstäblich aus aller Welt an die BZ gemeldet werden.

All diese Daten sind auf Plausibilität, formale Richtigkeit und adäquate Digitalisierung zu prüfen. Ist dies geschehen, werden im Falle von Wiederfunden folgende Informationen in Briefform gefaßt und versandt:

Die archivierten Daten sind mittels spezieller Software rasch abrufbar und können nach verschiedensten Kriterien bzw. Anforderungen geordnet bzw. verdichtet werden. Über Datenstrukturen, Bedingungen und Formen der Bereitstellung sowie Verdichtung der Daten informiert ein Merkblatt, das bei der BZ angefordert werden kann.

Alle hier kurz geschilderten Datenmanipulationen werden mit der kommerziellen Datenbanksoftware dBase Vers. 5.0 bzw. Visual-dBase unter Windows9x realisiert. Die dazu notwendige Hardware besteht aus mehreren miteinander vernetzten leistungsfähigen Rechnern.

2. Internationale Zusammenarbeit

Daß viele Vogelarten im Laufe des Jahres mehr oder minder lange Wanderungen ausführen und dabei an Ländergrenzen nicht haltmachen, ist eine Binsenweisheit. Es ist aber tatsächlich ein gewichtiger Grund dafür, daß die internationale, ja weltweite Kooperation in der Vogelforschung besonders ausgeprägt ist. Die Beringung ist als Methode dabei nur erfolgversprechend, wenn der Austausch der Informationen über die beringten Vögel funktioniert, und sei es zwischen der Antarktis und Finnland oder Hiddensee und Neuseeland.

Daß dieser Austausch tatsächlich funktioniert, dafür ist ein weltweites Netz von Beringungszentralen zuständig. Sie organisieren, wie die BZ Hiddensee für ihr Gebiet, die Beringung und Kontrolle von Vögeln, die Information aller Beteiligten und die Sammlung der Beringungsergebnisse. Dabei ist ein abgestimmtes Vorgehen besonders in methodischen Fragen von überragender Bedeutung. Unter dem Dach der European Union for Bird Ringing EURING finden regelmäßige Treffen der europäischen BZ statt, die der inhaltlichen wie technischen Zusammenarbeit in Europa und darüberhinaus dienen. Eines der jüngsten Beispiele für gemeinsam und koordiniert angepackte Forschung ist das EURING Swallow Project , bei dem in ganz Europa, in Afrika und im Fernen Osten Rauchschwalben mit denselben methodischen Maßstäben am Brutplatz, auf dem Zuge und im Winterquartier untersucht werden.

Tabelle 1    Wiederfunde von Ringvögeln anderer Beringungszentralen im Arbeitsgebiet der Beringungszentrale Hiddensee 1997 bis 2000 (im jeweiligen Jahr abgeschlossene Vorgänge).

Tabelle 2    Anzahl von Wiederfunden "fremder" Ringvögel in Ostdeutschland (Bearbeitungsjahrgang 1995) nach Vogelarten.

Tabelle 3    Jährliche Anzahlen beringter Vögel in den deutschen Bundesländern und im Ausland 1996 – 2000.

Tabelle 4    Die zwanzig am häufigsten beringten Nicht- Sperlingsvogelarten des Jahres 1995.

Tabelle 5    Die zwanzig am häufigsten beringten Sperlingsvogelarten des Jahres 1995.

Tabelle 6    Beringungs- und Wiederfundstatistik 1964-1999 für einige Vogelarten.

Literatur: EURING (1996): Beringung von Vögeln im Dienste von Wissenschaft und Naturschutz. Bologna.

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