Über einen Zeitraum von zehn Jahren - hydrologische Jahre 2000 bis 2010 - lief in der Versuchsstation der Universität Rostock über das Steinbeis Transferzentrum (STZ) Angewandte Landschaftsplanung ein umfangreicher Lysimeterversuch zum Baggerguteinsatz in durchwurzelbaren Oberböden.
Auftraggeber des Versuchsprogramms war neben der Bundesanstalt für Gewässerkunde Koblenz und der Hansestadt Rostock auch das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern in Güstrow.
Schwerpunkt der zehnjährigen Versuche war die Bewertung der potenziellen Grundwasser- und Oberflächenwasserbeeinflussung (über Drainagen) bei landwirtschaftlicher Verwertung von Baggergut.
Es sollten u.a. praxisrelevante Aussagen zu den Stofffrachten erarbeitet sowie mögliche Auswirkungen auf die Gewässerqualität dargestellt werden. Die Versuchsanlage setzte sich aus insgesamt 68 Einzellysimetern zusammen. Der nachfolgende Abschlussbericht verschafft einen Überblick zu Versuchsinhalten, stellt detailliert Untersuchungsergebnisse dar und gibt Schlussfolgerungen gerade im Hinblick auf die Verwertung von Baggergut als Bodenverbesserungsmittel in der Landwirtschaft unter Beachtung der Reglementierung der Aufbringmenge bzw. -flächen aus Sicht des Gewässerschutzes.
Im Versuchszeitraum konnte zum Beispiel eine deutliche Verbesserung der Bodeneigenschaften festgestellt werden. Eine Gefährdung der Stoffpfade Boden-Pflanze und Boden-Wasser durch Schadstoffe war hingegen nicht nachzuweisen. Mit zunehmender Aufwandmenge an Baggergut verringerte sich der Sickerwasseranfall maßgeblich.
Der Abschlussbericht sowie zusätzliche Übersichten zum Projekt sind abrufbar unter:
https://www2.auf.uni-rostock.de/ll/steinbeis/steinbeis_lysi.html